Die neue Vielfalt der IT-Systeme verstehen

29. April 2021

Dieser Artikel wurde auf der französischen Nachrichtenseite IT Social von Ludovic Blaisonneau, Microsoft Dynamics 365 Business Central Business Director bei Prodware veröffentlicht.

Während die durch die Pandemie beschleunigte digitale Transformation der Unternehmen weiter rasant zunimmt und neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Blockchain oder das Internet der Dinge allgegenwärtig sind, überwinden wir die Grenzen der IT-Systeme.

Angesichts der sich verschärfenden Wettbewerbslandschaft müssen die Unternehmen nun Wege finden, um ein zweigleisiges Problem zu lösen: Wie können sie ihre IT-Transformation mit ihrer Transformationsstrategie in Einklang bringen? Alle Stakeholder der IT-Abteilung müssen daher bereit sein, in diese unbekannten Gebiete einzutauchen, um die Besonderheiten besser einschätzen und verstehen zu können, damit die Unternehmensführung auf ihrem Weg der digitalen Transformation die nötige Unterstützung erhält.

Vom ERP zur fein abgestimmten Strategie: Genehmigung von Transformationsplänen vor Beginn der Basisarbeit

Architekturen, die auf einem vollständig integrierten ERP-System basieren, sind seit vielen Jahren am beliebtesten. Sie vereinfachen oft den Zugang zu leistungsstarken Tools, obwohl sie eher allgemeine Prozesse als spezielle Bereiche abdecken. Eine zuverlässige und schnell einsatzbereite Lösung, die jedoch in Bezug auf den Umfang und die Anwendungsebenen begrenzt ist, wenn es darum geht, Probleme im Geschäftsbereich zu lösen. Bedeutet das, dass Sie sich für einen „Best-of-Breed“-Ansatz mit hochspezialisierten Geschäftsanwendungen entscheiden müssen?

Machen wir uns nichts vor. ERP-Lösungen wird es immer geben. Was sich jedoch immer mehr durchsetzt, ist ein hybrider Ansatz. Durch die Kombination von Cloud-basierten und On-Premise-Lösungen, ERP- und branchenspezifischen Lösungen können CIOs umfassende Fähigkeiten beim Aufbau einer Architektur erlangen, die die digitale Transformation von Unternehmen unterstützen kann.

Seien wir pragmatisch und agil: ERP wird nicht verschwinden. Andererseits ist die Entstehung eines hybriden Ansatzes jetzt Realität und wird in der Praxis in Zusammenarbeit mit den Teams umgesetzt. Durch die Kombination von Cloud- und On-Premise-Lösungen, ERP- und spezialisierten Lösungen muss die IT-Abteilung von morgen den richtigen Mix aus all diesen Elementen finden, um eine Architektur aufzubauen, die an die Transformationspläne des Unternehmens angepasst ist.

Im Kontext der heutigen digitalen Transformation kann sich ein leistungsstarkes Informationssystem nicht allein auf eine ERP-Lösung stützen, egal wie robust diese ist. Das ist etwas, das wir täglich bei unseren Kunden erleben. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, die sehr spezifischen Bedürfnisse eines Kunden zu identifizieren und neue technologische Alternativen zu berücksichtigen, um das neu zu entwickelnde System richtig einzuordnen und zu bewerten. Es geht um die Umsetzung einer ERP-zentrierten Strategie, die innovative und moderne branchenspezifische Lösungen nahtlos integriert.

Sobald diese technologischen Alternativen erfolgreich gemeistert sind, geht es darum, sich auf die potenziellen Wachstumsperspektiven zu konzentrieren, die sie dem Unternehmen bieten, sowie auf die Rentabilität und die Strategie, die man für die Zukunft wählen sollte.

Robuste Infrastruktur – Vertrauen Sie Ihrem Solution Architect

Da sich die Grenzen der Informationssysteme durch die Vielfalt neuer Technologien, Innovationen, Anwendungen und intelligenter Dienste immer weiter ausdehnen, scheint die Anwendungsarchitektur zum Dreh- und Angelpunkt geworden zu sein, der alles zusammenhält. Die Rolle des Solution Architekten besteht darin, den Umfang der Lösungen klar zu definieren, indem er die verschiedenen Komponenten auswählt, die für das Transformationsprojekt relevant sind.

Die traditionelle Art, ein IT-Projekt zu steuern, konzentriert sich in der Regel auf die Festlegung einer anfänglichen ERP-Roadmap. Um jedoch die richtigen Komponenten zu finden, die besten Tools auszuwählen und sicherzustellen, dass alle spezifischen Anforderungen erfüllt werden, bedarf es der Anleitung und den Best Practices eines Solution Architect.

Mit dem Aufkommen neuer KI-basierter Technologien, Daten und der Cloud sind Softwareanbieter wie Microsoft heute mehr denn je in der Lage, eine breite Palette an geschäftsspezifischen Anwendungen anzubieten, die die Implementierung von Lösungen rund um ein zentrales ERP unterstützen. Dieses einzigartige Portfolio an intelligenten Geschäftsanwendungen ermöglicht es jedem Unternehmen, die Leistung seines IT-Systems zu optimieren, indem es operative Exzellenz sicherstellt und interaktive Kundenerlebnisse in Echtzeit schafft.

Überblick über innovative modulare Lösungen zur Integration in eine ERP-Lösung zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit:

  • Virtual-Reality-Lösungen, die Arbeit und Daten zum Leben erwecken.
  • KI-Lösungen, die Informationen und Dienstleistungen für ein besseres Kundenerlebnis bereitstellen und die Benutzer bei der Entscheidungsfindung unterstützen.
  • Low-Code-Entwicklungsplattformen, die es Anwendern ohne formale Programmier- oder Softwarekenntnisse ermöglichen, mit Microsoft`s “ Low-Code “ innovative Lösungen zu entwickeln.
  • Power Platform für Services, die von mehr als 97 % der Fortune-500-Unternehmen genutzt werden.
  • Geschäftslösungen: spezialisierte Softwareanbieter und Partner, die schlüsselfertige Lösungen zur Unterstützung der verschiedenen Microsoft-Lösungen anbieten.

6 wesentliche Punkte für eine erfolgreiche digitale Transformation

Die zunehmende Fähigkeit der Systeme, Anwendungen anderer Tools oder Softwareanbieter per Schnittstelle anzubinden und zu integrieren, hat ebenfalls erheblich zur Entwicklung dieses Ökosystems beigetragen. Dennoch ist eine gemeinsame Datenbasis zu berücksichtigen und Microsoft hat dies mit seiner Suite von Tools auf allen Ebenen der digitalen Transformation gut verstanden. Wenn wir die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche digitale Transformation zusammenfassen würden, wären dies die 6 wichtigsten Punkte, die in jeder Organisation berücksichtigt werden müssen:

  1. Wählen Sie eine Lösung, die auf Transformation ausgerichtet ist
  2. Stellen Sie sicher, dass die Lösung in das technische Ökosystem integriert ist, insbesondere in das ERP-System
  3. Denken Sie an Interoperabilität für zukünftige Integrationen und Weiterentwicklungen
  4. Arbeiten Sie mit den richtigen Beratungs- und Integrationspartnern zusammen
  5. Verabschieden Sie eine einheitlichen Data-Governance-Richtlinie
  6. Stellen Sie sicher, dass Sie auch eine Strategie für das Change Management planen

Einen Vorsprung gewinnen

Neben den großen Softwareanbietern und Business Spezialisten ist es auch wichtig, über die üblichen Überlegungen hinauszugehen und neue Aspekte beim Aufbau eines idealen Informationssystems zur Unterstützung eines Transformationsprojekts zu berücksichtigen.

Viele Startups bieten neue Lösungen mit unterschiedlichen Ansätzen und Technologien an, um Unternehmen bei der Bewältigung der heutigen IT-Probleme zu helfen. Durch Innovation und Erfolgskontrolle können Unternehmen über die üblichen Grenzen hinausgehen und ihre Strategie ausweiten!

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